Viele Pferde verletzten sich an den Piken, andere scheuten, blieben abrupt stehen und warfen ihre Reiter nach vorn ab, wo sie sich auf den Eisenspitzen aufspießten. Dann artete die Schlacht in ein wildes Gemenge aus, Mann gegen Mann, Schwert gegen Schwert. Die Verteidiger wußten, daß jede Sekunde, die für den sich immer weiter entfernenden Reiter gewonnen wurde, die Rettung der ganzen Truppe bedeuten konnte, und sie wußten auch, was für fürchterliche Qualen sie erwarteten, wenn sie lebendig in Gefangenschaft gerieten. Deshalb kämpften sie mit allen Kräften und machten sich gegenseitig mit lauten Zurufen Mut.

Unterdessen wandte sich Aurelius, der schon am anderen Ende der Ebene angelangt war, um, ehe er in das Dickicht eines Eichenwaldes eintauchte, das sich vor ihm ausbreitete. Das letzte, was er sah, waren seine Kameraden, die nun von dem entsetzlichen Ansturm der Feinde überrannt wurden.

»Er hat es geschafft!« jubelte Antoninus von der Estrade des Feldlagers herunter. »Er ist im Wald, jetzt erwischen sie ihn nicht mehr. Uns bleibt noch eine Hoffnung!«

»Das stimmt«, erwiderte Vatrenus. »Unsere Kameraden auf der Brücke haben sich niedermetzeln lassen, um seinen Rückzug zu decken.«

In diesem Augenblick kam Batiatus aus dem Feldlazarett heraus.

»Wie geht es dem Kommandanten?« fragte Vatrenus.

»Der Chirurg hat seine Wunde kauterisiert, aber er sagt, daß die Pike ihm einen Lungenflügel durchbohrt hat. Er spuckt Blut, und das Fieber steigt.« Er ballte seine Riesenfäuste und preßte die Kiefer zusammen. »Ich schwöre, daß ich den ersten, der mir in die Hände fällt, niederschlage, zerquetsche und seine Leber vertilge ...«



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