Batiatus warf sich seinerseits in das Getümmel, kämpfte wie ein Stier und teilte nach allen Seiten Hiebe von unglaublicher Wucht aus. Viele der Barbaren hatten noch nie einen Schwarzen gesehen und traten bei seinem Anblick erschrocken den Rückzug an. Der äthiopische Riese zerschlug Schwerter, durchbohrte Schilde, ließ Köpfe und Arme durch die Luft sausen, schwang die Streitaxt und brüllte: »Ich bin der Schwarze Mann! Ich hasse diese sommersprossigen Schweine!« Aber in der Hitze des Gefechts hatte er sich zu weit nach vorn geworfen, und so war Claudianus auf der linken Flanke ohne Deckung geblieben. Aurelius, der mit halbem Ohr das Nahen eines feindlichen Kriegers wahrgenommen hatte, befreite sich von einem Gegner, um dem Kommandanten Deckung zu geben, doch sein Schild kam nicht rechtzeitig, um das Ziel zu schützen, und so bohrte sich die Pike des Barbaren in die Schulter des Claudianus. Aurelius rief: »Der Kommandant ist verwundet! Der Kommandant ist verwundet!« Doch inzwischen waren die Tore des Lagers weit geöffnet worden, und die schwere Infanterie griff geschlossen und in voller Kriegsausrüstung an. Die Barbaren wurden zurückgeschlagen, und die wenigen Überlebenden, die auf ihre Pferde gesprungen waren, traten überstürzt die Flucht an. Kurz nachdem sie hinter den Hügeln verschwunden waren, meldeten sie sich bei ihrem Kommandanten, einem Skiren namens Mledo, zurück, der sie mit Geringschätzung und Verachtung musterte. Sie sahen erbärmlich aus: die Waffen verbeult, die Kleider zerrissen und über und über mit Blut und Schlamm bespritzt. Ihr Anführer sagte mit gesenktem Kopf: »Sie haben sich geweigert. Sie haben nein gesagt.«

Mledo fluchte, dann rief er seinen Burschen und erteilte ihm den Befehl, zum Rückzug zu blasen: Kurz darauf ertönte der Schall der Hörner durch die Nebeldecke, die die Landschaft noch immer einhüllte wie ein Leichentuch.



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